Deutschland

Letzte Aktualisierung: 2. Juli 2021

Die Bundesrepublik Deutschland liegt in Mitteleuropa und ist durch ihre zentrale Lage ein attraktiver Standort. Nachbarländer sind – im Uhrzeigersinn beginnend im Norden – Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande. Seit der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland im Jahr 1990 ist die Bundesrepublik in sechzehn Bundesländer gegliedert, die im Verfassungsgefüge eine starke Stellung einnehmen. Die Hauptstadt ist Berlin mit etwa 3,7 Millionen Einwohnern. Die Gesamtbevölkerung beträgt rund 83 Millionen.
Deutschland ist Gründungsmitglied der Europäischen Union sowie Mitglied der UNO, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und zahlreicher weiterer internationaler und regionaler Organisationen wie der 2008 gegründeten Union für das Mittelmeer, die auf dem 1995 begonnenen Barcelona-Prozess aufbaut. Die Regierungsgeschäfte werden seit 2005 in wechselnden Koalitionen von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführt, die bei der kommenden Bundestagswahl 2021 nicht mehr kandidiert. Das Staatsoberhaupt ist seit März 2017 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa und international die viertgrößte. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2020 bei rund 3,33 Billionen Euro, ein Rückgang von 4,8 Prozent aufgrund der Covid-19-Pandemie. Im Jahr 2021 wird eine Erholung von 3,2 Prozent erwartet.
Deutschland rangiert 2020 wiederholt unter den Top drei der Exportländer der Welt. Auch für Produkte “Made in Germany” stellen die arabischen Länder einen großen Absatzmarkt dar. Die fünf arabischen Länder, in die Deutschland im Jahr 2020 am meisten exportiert, sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Ägypten, Marokko und Algerien mit einem Exportvolumen von mehr als 20 Milliarden Euro. Von allen arabischen Ländern exportieren nur die Komoren, Tunesien, Mauretanien und Libyen mehr nach Deutschland als sie von dort importieren.
Die Handelsbeziehungen mit einzelnen Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion reichen zum Teil weit zurück. Die Handelsbeziehungen zwischen Marokko und Deutschland lassen sich bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen. Jahrhunderts zurückverfolgen. Damals hatten Handelsfamilien und Kaufleute wie die Fugger bereits eigene Vertretungen in der Hafenstadt Safi, wo sie Safran und Weizen verluden. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts führten die Verhandlungen zwischen dem Reich des Scherifen und den Hansestädten Hamburg, Bremen und Lübeck zu einem Vertrag über die Sicherung der Seewege. Von da an genossen Schiffe aus diesen Städten freie Durchfahrt entlang der marokkanischen Küste.
Auch die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen haben eine lange Tradition. Im Jahr 1761 schlossen Friedrich der Große und Sultan Mustafa III. einen Freundschafts-, Schifffahrts- und Handelsvertrag. 1856 errichtete Siemens das erste Telegrafenamt in Istanbul. Außerdem beteiligte sich die Deutsche Bank am Bau der Bagdadbahn von Anatolien in den Nahen Osten. Auch die Beziehungen zwischen Deutschland und dem Iran reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Noch heute ist Hamburg nach London die Stadt mit den meisten iranischen Einwohnern in Europa.