Lebanon

Letzte Aktualisierung: 2. Juli 2021

Die Libanesische Republik liegt am östlichen Mittelmeer und ist etwa zwei Drittel so groß wie Schleswig-Holstein. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6,1 Millionen. Sie grenzt im Süden an Israel und im Norden und Osten an Syrien. Die Hauptstadt Beirut liegt direkt an der Mittelmeerküste im Westen des Landes und beherbergt die American University of Beirut (AUB), eine der weltweit führenden Universitäten.

Der Libanon ist die alte Heimat der Phönizier. Deren Nachfahren setzen heute die lange Tradition als Handelsnation fort. Das Land ist marktwirtschaftlich organisiert und durch die große Zahl der im Ausland lebenden Libanesen bestehen enge internationale Verflechtungen. Überweisungen von Auslandslibanesen haben allgemein zu einer gewissen wirtschaftlichen Stabilität geführt. Der Doing Business Report 2020 der Weltbank attestiert dem Land eine Verbesserung der Geschäftsregulierung und hebt insbesondere die verbesserte Durchsetzbarkeit von Verträgen hervor.

Zu den wichtigsten Importgütern gehören Erdölprodukte, Lebensmittel, chemische Produkte und Kraftfahrzeuge. Deutschland ist einer der größten Handelspartner für den Libanon und dort vor allem für Fahrzeuge. Dienstleistungen in den Bereichen Tourismus und Kommunikation machen etwa ein Viertel des BIP aus. Der Libanon ist insgesamt sehr dienstleistungsorientiert.

Der Bürgerkrieg im benachbarten Syrien hat Spuren hinterlassen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR leben rund 950.000 Flüchtlinge im Libanon, das sind 15 Prozent der Gesamtbevölkerung – Tendenz fallend. Durch die verstärkte Nutzung des Hafens von Beirut und die Verlagerung der maritimen Handelsrouten sind tragfähige Alternativen zu den bisherigen Warenströmen über Syrien entstanden. Am 4. August 2020 zerstörte jedoch eine gewaltige Explosion den Hafen von Beirut und Teile des Stadtzentrums. Das vielversprechendste Angebot zum Wiederaufbau des Hafens kam aus Deutschland von Hamburg Port Consulting, Colliers International, dem Fraunhofer Institut und Roland Berger, finanziert von der Europäischen Investitionsbank.

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