Komoren

Letzte Aktualisierung: 2. Juli 2021

Die Union der Komoren ist ein Archipel, das aus mehreren Hauptinseln im Mosambik-Kanal besteht und nördlich von Madagaskar liegt. Die Hauptstadt ist Moroni. Die Komoren als Ganzes sind etwa so groß wie das Saarland und haben rund 864.000 Einwohner, von denen über die Hälfte unter 25 Jahre alt ist. Im Jahr 2019 wurde der bisherige Präsident und Amtsinhaber Azali Assoumani erneut zum Präsidenten der Komoren gewählt, die als föderale islamische Republik konstituiert sind.
Die Komoren sind Mitglied in zahlreichen internationalen Organisationen wie der UNO, der Arabischen Liga, der Afrikanischen Union (AU), der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der Kommission für den Indischen Ozean, dem Gemeinsamen Markt für das südliche und östliche Afrika (COMESA), der Internationalen Organisation der Frankophonie und der Bewegung der Blockfreien. Die komorische Bundesregierung engagiert sich für den Klimaschutz, die Biodiversität, die Eindämmung der Wüstenbildung, das Seerechtsübereinkommen, den Schutz der Ozonschicht, die nachhaltige Schifffahrt und andere Maßnahmen der nachhaltigen Zusammenarbeit.
Das häufigste Exportgut nach Deutschland ist Vanille. Weitere wichtige Exportgüter sind im Allgemeinen Gewürznelken und Ylang Ylang. Importgüter aus Deutschland sind vor allem Maschinen und Lebensmittel sowie Futtermittel. Die Komoren sind eines von nur vier arabischen Ländern, deren Exporte nach Deutschland die Importe aus Deutschland übersteigen. Rund die Hälfte des komorischen Bruttoinlandsprodukts wird in der Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft erwirtschaftet. In diesen Sektoren sind auch etwa 80 Prozent der Arbeitskräfte beschäftigt. Brände – ausgelöst durch extreme klimatische Bedingungen – reduzieren die wirtschaftliche Produktivität. Die Erholung von den Schäden, die der Zyklon Kenneth 2019 verursacht hat, wurde durch die Covid-19-Pandemie verzögert. Die Komoren stehen auch vor Herausforderungen wie der Reform des Bildungs- und Gesundheitssystems und der Sicherstellung der Grundversorgung. Darüber hinaus plant die Regierung, die Exportwirtschaft zu diversifizieren und z. B. den Tourismussektor auszubauen.